Hauptversammlung der Feuerwehr Weil der Stadt

Am Samstag, den 14. März, kamen die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Weil der Stadt sowie zahlreiche geladene Gäste zur Jahreshauptversammlung in der Festhalle Merklingen zusammen. Unter den Gästen befanden sich Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. Ebenfalls anwesend waren Vertreter verschiedener Blaulichtorganisationen sowie benachbarter Feuerwehren, ein sichtbares Zeichen für die enge Zusammenarbeit und den starken Zusammenhalt der Rettungskräfte in der Region. Kommandant und Stadtbrandmeister Wolfgang Bäuerle führte gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Achim Koch und Harald Kschischek durch die Versammlung, bei der unter anderem auch die Wahl des Kommandanten auf der Tagesordnung stand.

Bei dieser Wahl wurde der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Bäuerle mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Die Kameradinnen und Kameraden sprachen ihm damit ihr Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus. Auch Bürgermeister Christian Walter gratulierte zur Wiederwahl und dankte im Namen der Stadt für die Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Aufgabe an der Spitze der Feuerwehr für weitere fünf Jahre zu übernehmen.

Zuvor hatte der Kommandant in seinem Jahresbericht einen ausführlichen Blick auf das Einsatzgeschehen des Jahres 2025 geworfen. Insgesamt rückten die Einsatzkräfte der Keplerstadt im vergangenen Jahr zu 148 Einsätzen aus und leisteten dabei rund 4000 Einsatzstunden. Im Vergleich zum Vorjahr 2024 mit 184 Einsätzen war damit zwar ein Rückgang der Einsatzzahlen zu verzeichnen, dennoch war wieder einmal eine große Bandbreite an Einsätzen zu bewältigen. So mussten die Feuerwehrangehörigen unter anderem zu 35 Bränden, glücklicherweise ohne Großbrand, zu 18 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen sowie zu 56 technischen Hilfeleistungen und sechs Verkehrsunfällen ausrücken. Damit war die Wehr wieder in allen Bereichen ihres Aufgabenspektrums gefordert, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Besonders hervorzuheben wäre dabei der Brand auf dem Weil der Städter Wertstoffhof, der vermutlich durch einen unsachgemäß entsorgten Akku ausgelöst wurde. Bei diesem Einsatz waren zahlreiche Einsatzkräfte mit einem größeren Aufgebot vor Ort, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Auch bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L1182 zwischen Weil der Stadt und Schafhausen war die Feuerwehr gefordert: Bei der Kollision zweier Pkw wurde eine Person im Fahrzeug eingeschlossen und musste von den Einsatzkräften mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.

In seiner Rede hob Stadtbrandmeister Wolfgang Bäuerle zudem den hohen Ausbildungsstand der Wehr hervor. „Im vergangenen Jahr haben wieder zahlreiche Feuerwehrangehörige an unterschiedlichsten Aus- und Fortbildungen teilgenommen. Dazu zählen Lehrgänge auf Landkreisebene ebenso wie Fortbildungen an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal. Und das zusätzlich zum regulären Einsatz- und Übungsdienst“, so der Kommandant. Erfreulich entwickelte sich auch die Personalstärke der Feuerwehr: Mit insgesamt 189 aktiven Feuerwehrangehörigen konnte der Personalstand im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden.

Ebenso wichtig wie eine gut ausgebildete Mannschaft sind eine moderne Ausstattung und geeignete Unterbringung. So stellte die Feuerwehr Weil der Stadt im vergangenen Jahr auf den digitalen Einsatzstellenfunk um und funkt seit dem Sommer sowohl bei Einsätzen als auch bei Übungen ausschließlich digital. Auch im Bereich der Fahrzeugbeschaffung gab es Fortschritte zu verzeichnen. Für die Abteilung Weil der Stadt befindet sich derzeit ein neuer Mannschaftstransportwagen (MTW) im Aufbau. Darüber hinaus konnte im Jahr 2025 der Auftrag für zwei baugleiche Löschgruppenfahrzeuge 20 (LF 20) für die Abteilungen Weil der Stadt und Merklingen vergeben werden. Der Kommandant bedankte sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich bei Stadtverwaltung und Gemeinderat für die getätigten Investitionen sowie für die umfassende Unterstützung der Feuerwehr in allen Belangen, insbesondere auch für die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Mittel für Ausrüstung und Ausbildung. Gleichzeitig wies er jedoch erneut eindringlich auf den baulichen Zustand des Feuerwehrhauses in Weil der Stadt hin und appellierte an die Stadtverwaltung, dieses wichtige Thema weiterhin mit Nachdruck voranzutreiben.

Jugendwart Daniel Hagemann berichtete über die vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und gab damit einen Einblick in die engagierte Nachwuchsarbeit der Weiler Wehr. Derzeit sind mehr als 50 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Weil der Stadt aktiv, womit die Personalstärke weiterhin auf einem hohen Niveau liegt. „Die größte Herausforderung der Jugendfeuerwehr ist derzeit – neben der hohen Zahl an Jugendlichen – vor allem die unzureichende Infrastruktur im Feuerwehrhaus Weil der Stadt“, führte der Jugendwart aus. Auch er appellierte deshalb erneut an die Verantwortlichen, möglichst zeitnah eine tragfähige Lösung für diese Situation zu finden. Ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres war der Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Weil der Stadt. Rund 130 Gäste folgten der Einladung, darunter ehemalige und aktuelle Wegbegleiter, Vertreter aus Stadt und Kreis sowie Delegationen umliegender Feuerwehren. Durch den Abend führte der Moderator und ehemalige Jugendleiter Marcel Wagner, der mit viel Witz und Charme das Programm gestaltete und für eine unterhaltsame Atmosphäre sorgte.

Als oberster Dienstherr der Feuerwehr dankte Bürgermeister Christian Walter den Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit und lobte den umfangreichen ehrenamtlichen Einsatz für die Bevölkerung.

Martin Amler, Kreisbrandmeister des Landkreises Böblingen, dankte den Feuerwehrangehörigen für ihren engagierten Einsatz im vergangenen Jahr. Ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Professionalität bezeichnete er als einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Zugleich lobte er Stadtverwaltung und Gemeinderat für die Entscheidung, zwei baugleiche Löschgruppenfahrzeuge zu beschaffen. Diese Investition sei ein wichtiger Baustein für die Sicherheitsarchitektur der Stadt und stärke nachhaltig die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr.

Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen

An diesem Abend konnte der Kommandant die Neuaufnahmen Monika Blank, Tobias Dengler, Jann Feile, Mark Katz, Manuel Köberling, Matthias Stefan Neumann, Johannes Schenk und Leonie Schindele in der Wehr begrüßen.

Abhängig von Dienstzeit und erfolgreich absolvierten Lehrgängen konnten auch in diesem Jahr zahlreiche Beförderungen ausgesprochen werden. Zum Feuerwehrmann wurden Jann Feile, Leon Hosenfeld, Felix Kappel, Erwin Neumann, Michael Preiss und Lorenz Siegle ernannt. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann erhielten Nick Armbrust, Julian Barkawitz, Jannik Eisenhardt, Martin Gräf und Robin Wirnitzer. Lara Fauth wurde zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Nach erfolgreichem Abschluss des Gruppenführerlehrgangs an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wurden Timo Gräf und Frank Weiß zu Löschmeistern ernannt. Julian Grün wurde zum Oberlöschmeister und Frank Rau zum Hauptlöschmeister befördert. Abschließend erhielten Matthias Dittmann und Ralf Wimmer nach dem erfolgreichen Zugführerlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal die Ernennung zum Brandmeister.

Auch in diesem Jahr standen wieder besondere Ehrungen auf der Tagesordnung.

Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Thomas Bäuerle, Daniel Hörner, Heiko Hövelmann, Kerstin Riexinger und Patrick Wolf mit dem Ehrenzeichen in Bronze des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst erhielten Jürgen Lenzinger, Christian Rossak, Marco Sauter und Ralf Wimmer.

Besonders herausragend war in diesem Jahr die Ehrung von gleich dreizehn Kameraden für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst mit dem Ehrenzeichen in Gold. Für ihre außergewöhnliche und langjährige Einsatzbereitschaft wurden Dietmar Bauer, Jochen Bauer, Wolfgang Bäuerle, Christof Braun, Heiko Diebold, Thomas Esalneck, Ralph Fischer, Jürgen Gennat, Andreas Grözinger, Harald Kschischek, Timo Schmidt, Ralf Sigle und Rainer Stengel geehrt. Vier Jahrzehnte im Dienst der Feuerwehr stehen für unzählige Stunden Ausbildung, Übungen und Einsätze sowie für ein besonderes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Engagement zum Schutz der Allgemeinheit. Die Versammlung würdigte diese herausragende Leistung auf besondere Weise: Zum Zeichen des Respekts und der Anerkennung erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen und zollten den Geehrten damit ihre Wertschätzung.

Für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Weil der Stadt wurden folgende Kameraden geehrt: Stephan Kimmerling, Uwe Kschischek und Harald Wiest für 40 Jahre, Manfred Gugelfuß für 50 Jahre. Über eine besondere Auszeichnung für 60-jährige Zugehörigkeit konnten sich Herbert Diebold, Max Renz, Otto Wolf und Otto Breitling freuen. Für beeindruckende 70 Jahre in der Wehr wurde Adolf Grözinger geehrt.

 

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